ONKEL WANJA 

ANTON TSCHECHOW




Das Leben in der Stadt ist teuer geworden und so entscheidet sich Serebrjakow, Professor im Ruhestand, zusammen mit seiner neuen Partnerin Jelena auf das Landgut seiner verstorbenen Frau zu ziehen. Seit Jahren kümmern sich Serebrjakows Tochter Sonja und ihr Onkel Wanja um das Gut; und wirtschaften dabei stets in die Taschen des Professors – gilt dieser doch als akademische Berühmtheit. Doch nun zeigt sich, dass die beiden sich all die Jahre für einen eitlen Blender abgerackert haben. Die Ernüchterung ist gross. Auch Wanjas unerfüllte Liebe zu Jelena und die niederschmetternden Umweltprognosen von Arzt Astrow machen die Lage kaum erträglicher. Als der Professor schliesslich verkündet, das Gut zu verkaufen, eskaliert die Situation. Wanja wird seine desolate Existenz vorgeführt. Er greift zur Waffe – und schiesst ...
Regisseur Kieran Joel, der für Konzert Theater Bern bereits Kinder der Sonne inszenierte, zeigt mit Onkel Wanja erneut eine zeitlose Gesellschaftsstudie.
Die 1896 vollendeten «Szenen aus dem Landleben» sind eine tragikomische Betrachtung über die Gleichgültigkeit der Menschen und die Lethargie, mit der sie der Ausbeutung der Natur und den damit verbundenen Umwälzungen begegnen.

Regie: Kieran Joel
Bühne & Kostüme: Barbara Lenartz
Musik: Lenny Mockridge
Video: Marlon Candeloro
Licht: Rolf Lehmann
Dramaturgie: Margrit Sengebusch, Michael Gmaj#

Professor: Stéphane Maeder, Jelena: Irina Wrona, Sonja: Florentine Krafft, Onkel Wanja: Klaus Brömmelmeier, Astrow: Gabriel Schneider